Euro 2018
Interview mit Luis Engel
04.03.2018 - 14:13

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Frage: Luis, du bist nicht gerade als jemand bekannt der sich auf vielen Open rumtreibt. Vielleicht weil du die Angewohnheit hast die dich betreuenden Trainer während des Turniers (mich) wie beim Open in Hoogeveen zu besiegen. Wie schafft man es, trotz weniger Turnierteilnahmen, im Saft zu bleiben?

Antwort: Zum einen bin ich in verschiedenen Ligen regelmäßig aktiv und trainiere natürlich auch, sowohl mit verschiedenen Trainern, als auch individuell oder mit meinen Brüdern. Außerdem hab ich ja auch noch andere Hobbys wie z.B. Fußball.

Frage: Du bist bekennender HSV-Fan, mein Herz schlägt für St.Pauli. Wie werden die Begegnungen nächstes Jahr in der 2. Bundesliga ausgehen?

Antwort: Diese Frage schmerzt, daher werde ich darauf nicht weiter eingehen. Vielleicht sollten wir beide zusammenlegen, um die Uhr zu übernehmen und sie dann beim anderen Hamburger Dino, unserem HSK, im Klubheim zu installieren, falls sie hineinpasst-)

Frage: Du bist nicht nur ein starker Schachspieler, sondern auch ein sehr guter Fussballer. „Fussball ist wie Schach nur ohne Würfel“ wird (fälschlicherweise) Lukas Podolski zugeschrieben. Was ist aus deiner Sicht der beste Fussball/Schach-Vergleich?

Antwort: Hier würde ich gerne Felix Magath zitieren: „Schach ist für mich neben Fußball der schönste Sport, weil es aufgrund der vielen Figuren auch ein Mannschaftssport ist“.

Frage: Boris Gelfand ist dein Lieblingsspieler, aus Sympathie, wie du anlässlich eines Interviews im Vorfeld der Deutschen Einzelmeisterschaft verraten hast. Welche Eigenschaften bewunderst du an ihm?

Antwort: Am meisten bewundere ich an ihm, dass er sehr ehrlich in Bezug auf seine Fehler ist, und sich nicht, wie meiner Ansicht nach die meisten Schachspieler, darunter auch ich, seine eigenen Partien schön redet. Außerdem schätze ich seinen Humor.

Frage: Dein Bruder Robert „Robi“ Engel spielt ebenfalls sehr gut Schach. Welche Ratschläge gibt er dir vor wichtigen Partien?

Antwort: Der Spruch, der mich noch am meisten motiviert, ist: “Hau rein du Lusche!“

Frage: Die EYTCC ist eine Gelegenheit sich gegen die besten Spieler aus Europa im Jugendbereich zu messen. Zudem ist es ein Mannschaftsturnier und damit hat man auch Verantwortung gegenüber seinen Teamkollegen. Macht dich das nervös oder bist du eher der coole Typ?

Antwort: Nein, überhaupt nicht, gerade diese Verantwortung, dass man nicht nur sich selbst, sondern auch dem Team mit einem Sieg helfen kann, macht Mannschaftsturniere so schön.

Luis, vielen Dank für das Interview!

Jonathan Carlstedt


Jonathan Carlstedt


gedruckt am 19.10.2018 - 23:58
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